07.12.04

Die Welt, heute: weichgezeichnet

Brille. Glasflasche (aus großer Höhe): Klirr. Och. Das ist erstens teuer, und zweitens muss man eine Woche lang die alte Brille tragen, ungeachtet der Tatsache, dass man sich heute beim besten Willen nicht mehr entsinnt, wie man auf die Schnapsidee mit dem Gestell kommen konnte, und sich mächtig dafür schämt.

Zudem gleichen die alten Gläser die aktuelle Fehlsichtigkeit bei weitem nicht aus, und so kommt es zu ulkigen Weichzeichnungs- und Schwindeleffekten. Das allerdings bewahrt einen auch nicht vor den Ärgernissen des Tages:
  • Absolut keine Rolltreppe funktioniert.
  • Die Kollegen machen dumme Witze, wie man denn auf die Schnapsidee ...
  • Die Katze hat aufs Sofa gekotzt.

Kommentare:

Marie hat gesagt…

Wenn ich mit dem Hund im Wald spazieren gehe, kneife ich manchmal die Augen zu. Nicht ganz, aber so, dass ich nur noch durch den Wimpernkranz lugen kann. Das ist auf Dauer nicht nur ganz schön anstrengend, sondern auch spannend, denn die Welt verschwimmt und die Farben ändern sich. Wenn du das machst, bis dein Gestell wieder ausgestattet ist, hast du 1. viel Spaß und 2. keine gesundheitlichen Probleme. Vielleicht einen kleinen Muskelkater.

Pe hat gesagt…

Oder: Sich ins Bett legen und zwei Finger auf die geschlossenen Augen drücken, bis die Farben explodieren. Nach fünf Minuten bekomme ich aber Kopfweh davon.

Anonym hat gesagt…

Das wirst Du mal hübsch bleiben lassen, Herzblatt. Sonst setzen heftige Augeninnendruckverhandlungen am Rande Deiner Netzhaut ein, weil sich die Randkolonien dann gern als autonom vom Augenhintergrund erklären und die Sauce ist am dampfen, weißt Du.. Das mit den bunten Farben geht auch anders, oder wachsen keine Pilze an Deinem Stadtrand?!