14.12.04

Lesen, um über Männer zu lernen

  1. Frank Schulz, Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien (alles Schweine)
  2. Philip Roth, Portnoys Beschwerden (und sie wichsen ständig)
  3. Paolo Coelho, Der Alchimist (außerdem schreiben sie richtig beschissene Bücher)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich mag ja Bücher mit wirklichem, praktischen Nutzen, wo man mal erfährt, wo's lang geht. Ich meine, dass Kerle Schafe hüten, rülpsend in Kneipen sitzen, unkontrolliert wichsen, weiß die Welt.. Aber, dass Kerle sinnfällig und überaus unterhalsam über die Grammatik, die deutsche zumal, parlieren können, weiß sie erst seit "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" vom Sick, Batian, meine Liebe.

Pe hat gesagt…

Ich muss widersprechen (entschieden): Das weiß der engagierte Sprachfreund nämlich schon seit Wolfgang Schneider.

Anonym hat gesagt…

Die Welt wär' aus den Fugen, widersprächest Du nicht mehr, meine Liebe. So kann ich mich denn nun auch entspannt in die Wanne legen, der ihr Wasser so schön warm ist.

Pe hat gesagt…

Ich mag ja diesen liebevoll-nachsichtigen Unterton.

Anonym hat gesagt…

Nun ja, meine Liebe, so ein wohlwollendes Tönchen hat was von einem flauschigen Nepal-Teppich, der Dich zu einer Tür hinführt. Hinter der kann ein französisches Bett stehen aber auch eine vermüllte Küche sein. Sie kann einen Kamin mit Ohrensessel genauso verbergen wie eine bluttriefende Richtstatt. Es empfiehlt sich also zuvor stets ein Blick durch’s Schlüsselloch.

Pe hat gesagt…

Dieser unheilsschwangere Unterton wirkt indes wenig glaubwürdig.

Anonym hat gesagt…

...unheilsschwanger hat was von Himsbeere. Ein Himsbeerenstrauch wuchs am hinteren Rand des Gärtchens meiner Eltern. Als ich da einmal pflückte, ich war auf dem Weg zur Jugendweihe, trieben es zwei hinterm Strauch. Ich erschrank, traute mich aber nicht, mich zu bewegen. Das Unheil sollte seinen Lauf nehmen und sie empfing tatsächlich in diesem - oder einem diesem Zeitpunkt sehr nahen - Moment, wie sich April des nächsten Jahres, es war 1970, heraus gestellt haben sollte. Ein ganz und gar unheilsvoller Himsbeerenstrauch also, nicht wahr meine Liebe?

Pe hat gesagt…

Eine Schwangerschaft - und sei sie unter noch so dubiosen Umständen zu Stande gekommen - muss ja nicht immer ein Unheil sein. Meine Mutter beispielsweise betont noch heute, wie freudig sie mich empfangen hat, obwohl es aufgrund eines Organfehlers notwendig war, nach dem Akt das Becken hochzulagern. Ich meine sogar, mich an Erzählungen über anschließende Kopfstände zu erinnern, aber hier kann mir mein Faible für Skurrilität auch einen Streich spielen.

Anonym hat gesagt…

Ja ja, unsere Mütter haben so einige Tools auf der Pfanne, um uns an sie zu ketten: Meine erste provozierte mich ständig mit ihrer wunderbaren Stimme und den straffen, warmen Brüsten. Nummer zwo ließ schon mal eine Maulschelle landen, wenn das Maul zu weit aufgerissen ward und widerborstige Worte herausflogen. Die Dritte war einsichtiger und nahm mich auch schon mal mit in’s Café während die vierte nach meinen Auszug von daheim ständig anrief und erklärte, ich solle nie wiederkommen. Die wurde dann von Nummer fünf abgelöst, die sich liebevoll um die Enkelchen kümmerte und sich nicht mehr so gravierend von der sechsten unterschied, die sich nun gern Fernsehprogramm- und Speisenplantipps von mir verordnen lässt. Manchmal schau ich insgeheim ein wenig misstrauisch auf meinen Vater, denn ich bin immer noch mit der ersten Mutter meiner Kinder beisammen...

Pe hat gesagt…

Von Muttis Möpsen schwärmen, auch so eine Männersache. Das wird mir jetzt wirklich zu - uah.

Anonym hat gesagt…

...sei getrost, da bist Du in guter Gesellschaft.

Anonym hat gesagt…

...sei getrost, da bist Du in guter Gesellschaft.

Anonym hat gesagt…

...sind wir hier etwa einem Scriptfehla auf der Spur?

Pe hat gesagt…

Oder dem berühmten UTS-Fehler?