03.08.05

Humtata im Badezimmer

Mein Nachbar ist fünfzig Jahre alt und der hutzeligste Mann der Welt. Würde er mich fragen, wie er seinen Sympathiewert optimieren kann, empföhle ich ihm, folgende Dinge in Zukunft zu unterlassen:
  • Den Musikantenstadl so laut zu drehen, dass ich jeden Ton mitbekomme. Das eigentlich wenig geliebte S & M einzulegen und bis zum Anschlag aufzudrehen geht ja noch an, aber jedes Mal die Boxen aus dem Regal zu zerren und an die Grenzwand zu stellen, ist auf Dauer ein wenig mühselig.
  • Bei offener Wohnungstür zu baden, wohl wissend, dass das Badezimmer vom Hausflur aus unmittelbar einsichtig ist.
  • Kein Schaumbad zu verwenden.

Kommentare:

Setza hat gesagt…

Sympathien könnte er einheimsen, sünge (wrong-but-nicer-Konjunktiv-Contest) er »I want what I want« statt »Die Wanne ist voll...«, hab ich Recht?!

Setza hat gesagt…

Nachtrag:

Immer, wenn ich mich an die Beseitigung der Kalkflecken auf den Fliesen in meinem Badezimmer mache, wünschte ich auch, es sei einsichtig und ließe es gar nicht erst zur Selbstverkalkung kommen.

Wohl wissend, dass die Kalkflecken für jedermann ein- und wohl auch ansehbar sind, der der Fliesen angesichtig wird.

Potzblitz.

Oles wirre Welt hat gesagt…

Würde Dir denn auffallen, dass er noch Schaumbad benutzt, wenn er bei geschlossener Tür badete?

jane jubel hat gesagt…

nicht badete, ole-welt. setza hat schließlich einen contest ausgerufen. also nicht badete: wenn er bei geschlossener tür büde.

Setza hat gesagt…

--> JubelJane

Nicht wahr?!
Da hinterlässt er uns mit solcherart Direktements.

Und es wär doch viel erquicklicher, hinterlöße er uns mit ein paar Wahrscheinlichkeiten...

Oles wirre Welt hat gesagt…

Das wöre viel zu wahrscheinlich. Ich bin heute zu brägenklöterig, um zu denken (reich und berühmt war ich bisher nicht und werde ich heute auch nicht mehr). Aber es büte sich an, wöre mein Hirn bald wieder frisch und funktionstauglich.

mark793 hat gesagt…

Verstüße es nicht gegen den guten Ton, anderen Kommentatoren ungefragte grammatikalische Ratschläge zu erteilen, dann empfühle ich dem Herrn Setza, ab und zu den Satz von Eugen Roth zu reminiszieren:
"Das Bild der Welt ist immer schief - betrachtet durch den Konjunktiv." ;-)

Setza hat gesagt…

(Begäbe er sich nicht aufs Minenfeld der Konjunktive, käme er nicht darauf um, nichtwahr.)

Achwas, der gute Ton würde durch Roth'sches Reminiszieren nicht weniger wohllautend.