20.01.06

Und dann träumte es mir auch noch folgendermaßen: Die Eltern und der Arbeitskollege J., letzterer grotesk geschminkt, betreten meine Wohnung. Man räkelt sich unverzüglich auf meinem Sofa, lässt sich Kaffee sowie englisches Gebäck servieren und ergeht sich, kaum hat man sich vom ordnungsgemäßen Zustand der dargereichten Genussmittel überzeugt, in wüsten Beschimpfungen mich betreffend.

Kollege J. eröffnet: "Pe, denkst du eigentlich niemals nach?!" Noch bevor ich zustimmen kann, ereifert sich die gestrenge Frau Mama: "Die war schon als Kind so!" und lässt Kekskrümel auf den Teppich regnen. "Jawohl!", vermeldet der bislang unauffällige Herr Papa. Meine Nachfragen, um welche meiner zweifellos zahlreich vorhandenen Charakterverfehlungen es denn diesmal gehe, werden mit immer vehementer vorgetragenen, dabei aber nicht minder nebulösen Beschwerden beantwortet. Ich verfalle in Schnappatmung.

Um die Situation zu entspannen, greife ich zu meiner Gehhilfe, stampfe durch den Raum und imitiere dabei einen Tambourmajor. Ich werfe den Gips bis knapp unter die Zimmerdecke. Mit drei Flickflacks durchmesse ich den Flur, wünsche den Herrschaften noch einen schönen Tag und wohl bekomm's und verlasse fröhlich pfeifend die Wohnung.

Kommentare:

undundund hat gesagt…

oouuuuhyeeeeaaaahhhh! that´s dream-jazz at it´s best!

samoafex hat gesagt…

Tambourmajor! Geil :) Ein sehr aktiver Traum.