08.01.07

Anarchie mit Fencheltee

In meiner Hosentasche steckte ein Zettel, der sieht aus, als hätte ich ihn fünfmal mitgewaschen, und wenn man ihn gegen das Licht hält und wechselweise das eine und das andere Auge zukneift, kann man darauf lesen: "Anarchie mit Fencheltee => super Titel!" Und das stimmt ja auch.

Den Zettel habe ich ungefähr vor sechs Wochen geschrieben, als mein Arbeitskollege G. mir nämlich so ausdauernd diesen Uhuh-Blick zuwarf, dass ich schon glaubte, ich wäre von überirdischer Schönheit. Aber dann meinte er doch nur meinen Teebecher. Der ist groß und grün und blau und er hat einen Deckel, damit das Trinkgut seine Temperatur länger hält. Mein Becher erregt unter der Belegschaft großes Wohlgefallen. Das sei ja nun schade, meinte der G., weil der doch jetzt nicht mehr erlaubt sei. Weil man jetzt nur noch das firmeneigene Geschirr benutzen darf. Und das stimmt ja auch.

Allerdings, wenn man ein Stillhalteabkommen mit der Kaffeeküchenfrau ausgehandelt hat (drei Plunderteilchen und selber Spülen muss ich auch), kommt man immerhin an eine irre langweilige Geschichte mit einem super Titel.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

auf einem der weihnachtsfeier vorgelagerten event wurde die belegschaft mal zum bemalen von geschirr verdonnert. also mit glasur und brennen und ganz individuell und so. hatte jeder anschließend seine eigene tasse oder seinen eigenen aschenbecher. meine tasse war so häßlich, dass ich die später nie benutzt habe und ganz hinten in den geschirrschrank versteckt habe. corporate-tassen kämen mir, glaube ich, entgegen.

Michael hat gesagt…

Ehrlich bís zum Anschlag :-) Der Titel istaberauch sowas von gut.